Donnerstag

Bäckerei goes Provino: Lesung "Die Rechte Mobilmachung" 27. März 19 Uhr Provino

Mehr gibt's nicht zu sagen. Außer: Geht hin!
Der in den letzten Jahren erfolgte Rechtsruck in der Gesellschaft trat nicht mehr in martialischem Bomberjacken- und Springerstiefel-Look auf der Straße auf, sondern präsentiert sich heute auf Instagram und Youtube nett und freundlich. Die sogenannten "Besorgten Bürger*innen" und "Patriot*innen" sind mit unter gut organisierte und finanzierte Akteure aus der rechten Szene, die sich auf Youtube Channels über Kochen und Reisen unterhalten, auf Instagram den glücklichen Mütter-Lifestyle verbreiten und im Hintergrund rappt sich Chris Ares schön deutsch-national auf Platz 5 der Charts.
Das Alles geschieht vor unser aller Augen: Zwischen den Musikvideos auf Youtube und den Geburtstagsfotos von Tante Ursula auf Facebook. Doch rechte Hetze und Bedrohungen von politischen Gegner*innen bleibt nicht virtuell, wie uns die rechtsterroristischen Attentate auf die Synagoge in Halle, den Mord an Walter Lübcke und die Morde in Hanau zeigen. Die beiden Autoren haben in rechten Netzwerken recherchiert und analysieren, wie die rechte Mobilmachung im Internet funktioniert.

Sören Musyal, *1989, studierte in Erfurt, Berlin und New York Kommunikationswissenschaft und Sozialwissenschaften. Er arbeitet seit mehreren Jahren wissenschaftlich und publizistisch für verschiedene Auftraggeber*innen zur radikalen Rechten – online wie offline. Für die Doku „Lösch Dich – So organisiert ist der Hate im Netz“ war er verdeckt in rechten Trollnetzwerken aktiv.

Patrick Stegemann, *1989, ist Kommunikationswissenschaftler und Soziologe. Nach seinem Studium in Erfurt, Berlin, Haifa und Kairo entwickelt und realisiert er Bewegtbildjournalismus auf Facebook, Instagram, YouTube und im Fernsehen. Für den Film „Lösch Dich. So organisiert ist der Hass im Netz“ wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Reporterpreis und dem Otto-Brenner-Preis.

Im März sind sie auf Lesereise und machen auch einen Halt in Augsburg, um ihr Buch "Die Rechte Mobilmachung"  vorzustellen. Am 25. März in Regensburg und am 27.03.2020 in Augsburg.
Wir freuen uns sehr, die beiden Autoren im Provino Club begrüßen zu können, um von ihnen zu erfahren, wie rechte Hetze im Internet wirkt und funktioniert und was wir dagegen tun können.

27.03.2020, Einlass ab 19 Uhr, im Provino Club
Provinostraße 35
86153 Augsburg

Eintritt frei, Spenden erwünscht
Die Lesung findet in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung statt.

Samstag

BINGO-Faschings-Double-Feature-Bash: 20. Februar 20 Uhr

"Three the hard way" - Schnapsfee, domenica und DJ Socke laden ein zum ledgendären BINGO-Abend mit einem Hauch von Fasching.

Schaut vorbei und greift die Preise ab!

20. Februar 20 Uhr steigt die Sause.

Freitag

Vortrag: "Frauen in der rechten Szene" 18. Februar 18:30 Frauenzentrum

Ungeachtet dessen, dass Frauen* tragende Rollen in der rechten Szene besetzen und Geschlechterkonstruktion in der rechten Ideologie einen zentralen Platz einnimmt, sind die Themen um
Weiblichkeit(en) und Frauen in der Analyse der extremen Rechten bis heute unterbelichtet. Rechtsextremismus wird häufig als männliches Phänomen wahrgenommen, in dem weiblich gelesene Akteur*innen oft unsichtbar bleiben. Der Vortrag zum Thema Frauen* in der rechten Szene im Frauenzentrum Augsburg e.V., initiiert vom Frauenbündnis gegen Rechts zusammen mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern, gibt einen grundlegenden Einstieg in das Thema Frauen in der rechten Szene. Und setzt sich mit den Geschlechterverhältnisse und Weiblichkeitsvorstellungen in der rechten Ideologie auseinander. Vor diesem Hintergrund wird beispielhaft auf verschiedenen Themen und Inszenierungen von Frauen* in unterschiedlichen Bereichen von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus eingegangen.

Die Veranstaltung richtet sich nur an Frauen*! 

Los geht's am Dienstag, 18.02.2020, Einlass 18:30, Beginn 19:00
Frauenzentrum Augsburg e.V., Haunstetter Straße 49, 86161 Uhr Augsburg.

Montag

Vortag "Leben an Bord" - Der Blick auf das "Alltägliche" nach einer Rettungsaktion 10.01.2020 19 Uhr Café Tür-an-Tür

Die Lage an den europäischen Außengrenzen in Mittelmeer und Ägäis ist unverändert verheerend. Zahlreiche Menschen wagen die gefährliche Überfahrt und geraten dabei in Seenot. Auch die wohlwollende Medienberichterstattung fokussiert in aller Regel auf die dramatischen Momente der Aufnahme Schiffbrüchiger, oder rückt – wie in diesem Sommer mit Pia Klemm und vor allem Carola Rackete – Einzelpersonen als heroische Figuren des Geschehens in den Mittelpunkt.

Die Rettungsmissionen sind aber viel mehr. Mit unserer Veranstaltung wollen wir den Blick auf das ‚alltägliche‘ Leben an Bord nach einer Rettungsaktion richten. Das oftmals mehrere Tage bis Wochen dauernde, erzwungene Zusammenleben fremder Menschen auf engsten Raum, die ungewisse Zukunft und die traumatisierenden Erfahrungen der Geflüchteten auf ihrer bisherigen Route stellen enorme Herausforderungen für alle Menschen an Bord dar.

Auf Grundlage seiner Erfahrungen als Medic auf der Sea Watch 3 im Rahmen der Mission 23 mit Carola Rackete, wird Jonas Müller Einblicke geben, wie sich die Menschen an Bord begegneten, wie Fremde zu Freunden, aber auch wie die Tage des Ausharrens zur Belastungsprobe für Crew und Gäste wurden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei der migrantischen Selbstorganisation an Bord gelten und wie alle gemeinsam, jeden Tag aus Neue versucht haben, durch Einfallsreichtum und Einlassen auf den Anderen, durch Sport, Sprachkurse oder einfach Haare schneiden zusammenzufinden und die Stimmung im Angesicht der Ungewissheit nicht kippen zu lassen.

Los geht's um 19:00, Freitag 10.01.2020
Café Tür-an-Tür Wertachstr. 29, 86153 Augsburg
Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Eine Veranstaltung des Augsburger Flüchtlingsrates in Kooperation mit Sea Watch e.V.

Freitag

F*antifa-Filmreihe: 1. Termin 05. Januar 2020

Wir, die neugegründete F*Antifa in Augsburg, veranstalten eine feministische Filmreihe! Die Filmauswahl ist bunt gemischt, mal sind es Spielfilme, mal Dokumentationen – alle stammen von weiblichen* Regisseur*innen und es wurde versucht, den Fokus nicht nur auf den globalen Norden zu legen und über binäre Geschlechterverhältnisse und Heteronormativität hinaus zu gehen. Die meisten Filme sehen wir an den Abenden selbst zum ersten Mal in voller Länge und können deswegen leider keine Warnungen zu kritischen Inhalten geben. Wir laden nach jedem Film zur Diskussion ein und sammeln Spenden für die feministische Antifa. Für Snacks und Getränke ist gesorgt, ihr könnt aber auch gerne selbst was mitbringen!

Den ersten Film zeigen wir am Sonntag, den 05.01.20 um 19:00 Uhr - eine Dokumentation mit deutschen Untertiteln. Sie zeigt 5 Frauen, die sich mit einer unfassbar positiven Energie, aller Kraft und angebrachter Wut für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen* einsetzen, und das über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken hinweg".

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Sonntag

Vortagsmittschnitt "Türkei am Scheideweg"

Für diejenigen die es nicht geschafft haben von Max Zirngast am 5.11 anwesend zu sein oder falls Mensch es sich einfach noch einmal anhören will.

Hier gehts zur MP3 Datei:
  https://drive.google.com/open?id=16alVCVo7o57_M8vkvkd-mtq2nowYWLe4

Bleibt stabil und und haltet zusammen gegen Klassenjustiz egal ob in der BRD oder in der Türkei!

Freitag

Vortragsmitschnitt "Widerstand und Ökologie in Rojava"


Falls jemand den Vortrag von Anselm Schindler vom 15.10 verpasst hat oder es sich nochmal anhören will. Hier ist der Mittschnitt im MP3-Format:
https://drive.google.com/open?id=1j7fkQNhGZGCfbhArFQBg-9iy3nLMWGZf


Wenn ihr es euch angehört habt (oder auch nicht), dann geht regelmäßig auf die Straße, zeigt und verübt eure Solidarität mit unseren GenossInnen!

Biji Rojava!!!

Vortrag 15.11.2019 19:30 "Die Meuterei auf der „Deutschland“ 1918/19"

Vortrag "Die Meuterei auf der „Deutschland“ 1918/19" - Anpassung, Aufbäumen und Untergang der ersten deutschen Arbeiterbewegung

100 Jahre später: Veranstaltung in der GanzenBäckerei mit dem Verfasser des Buches mit diesem Titel, Klaus Dallmer

Freitag, 15. November 2019 ab 19.30 Uhr


Die deutsche Sozialdemokratie passte sich zu Anfang des letzten Jahrhunderts der Expansionspolitik der herrschenden Klassen des Kaiserreichs mehr und mehr an, und schließlich ließ sie sich auch in deren Kriegskurs einbinden. Aus der Opposition gegen den Krieg und gegen die reformistische Anpassung der Sozialdemokratie ist in Generalstreiks und revolutionären Kämpfen die deutsche kommunistische Bewegung entstanden. Als Antwort auf die Verhältnisse in einem entwickelten Industrieland betonte sie die Eigenständigkeit der Massenbewegungen in Richtung zu einer demokratischen Machtergreifung und Machtausübung der Arbeiterklasse, und stand damit in diametralem Gegensatz zu der in Russland zur Macht gelangten hierarchischen Organisationsweise. Der deutsche Kommunismus scheiterte an der revolutionären Ungeduld und Empörung der radikalisierten Minderheit der  Arbeiterschaft und an seiner Blendung durch das siegreiche russische Beispiel – die für Deutschland angemessene Vorgehensweise zur Überzeugung der Mehrheit konnte nur in
kurzen Episoden zum Tragen kommen. Die regierende Sozialdemokratie setzte den überwunden geglaubten Militarismus zur blutigen Niederschlagung der revolutionären Ansätze ein und vertiefte damit die Kluft zwischen den beiden Arbeiterparteien. Mit der Einigelung in der radikalen Selbstdarstellung, der Unterwürfi gkeit gegenüber den sowjetischen Eingriffen, der hierarchischen Unterdrückung der freien Diskussion warf die KPD ihre eigene Tradition über Bord und versagte vor ihrer historischen Aufgabe, eine gemeinsame Abwehrfront der Arbeiterklasse gegen den zur Macht strebenden Faschismus zu organisieren – durch Einheitsfrontangebote an die Sozialdemokratie, die dann dem Druck ihrer Mitglieder hätte nachgeben müssen, wäre das möglich gewesen.

Die GanzeBäckerei Augsburg - Autonomes Kulturzentrum
Frauentorstr. 34

Eintritt frei – Spenden erbeten

Montag

Linke Einführungswochen mit Vorträgen, Demos Workshops, Partys

Auch dieses Jahr beteiligt sich die Ganze Bäckerei wieder an den Linken Einführungswochen und zusammen mit vielen anderen Organisationen haben wir ein tolles Programm von Anfang Oktober bis Ende November aufgestellt, das in Fülle (28!!) und thematischer Breite viel bietet.

04.10 - 13.10. Breaking Borders Fluchtfilmfestival, Liliomkino und andere, Flüchtlingsrat
11.10 19 Uhr Vortrag: Rechte Strukturen in Augsburg, Ganze Bäckerei, Solid
15.10 19 Uhr Vortrag: Widerstand und Ökologie in Rojava, Ganze Bäckerei, AJA
18.10 19:30 Vortrag: Neoliberale Stadt und Gentrifizierung, Ort wird nachgereicht, schöner scheitern ehvau
19.10 15 - 17 Uhr Diskussion: Warum ein feministischer Streik Eigentumverhältnisse angreifen muss, Grandhotel, Frauen*streikkomitee
23.10 19 Uhr Veganer Potluck (Mitbring-Dinner), Provino, Offene Käfige
24.10 17:30 Linke Kneipen/Infotour, Start am Moritzplatz, Auxpunks
25.10 19 Uhr Film: Hamburger Gitter, Ganze Bäckerei, Rote Hilfe
31.10 20 Uhr Linke Halloweenparty, Ganze Bäckerei
03.11 15 Uhr Offenes Plenum Frauenstreikkomitee, Ganze Bäckerei
06.11 20 Uhr D.I.Y. Abend mit Solitheke, Unser Haus e.V.
07.11 20 Uhr Offener Donnerstag und Infos zur AntiRa-Fussball-Szene, Ganze Bäckerei, Augusta Unida
08.11 19:30 Lesung: Ein Neger darf nicht neben mir Sitzen, Prinvo, Augsburg Postkolonial
10.11 15 Uhr Workshop Unsichtbares Theater, Königsplatz, Widerstand Mondial
10.11 18 Uhr Kundgebung Widerstand Mondial, Königsplatz, Widerstand Mondial
11.11 18 Uhr Diskussion: Ziviler Ungehorsam, Ort wird nachgereicht, Ende Gelände
12.11 19 Uhr Zukunftswerkstatt: Wie wollen wir leben? (Anmeldung erforderlich!), Provino Kneipe, AK Wohnen
16.11 14 Uhr Tour: Postkolonialer Stadtrundgang, Start am Rathausplatz, Augsburg Postkolonial
16.11 19:30 Konzert zur Copa Augusta Antiracista: Pyro One und Skassa Punka, Cityclub, Augusta Unida
20.11 19 Uhr Vortrag: Arbeitsplätze selber schaffen - Besetzte Betriebe, Ganze Bäckerei, GEW Hochschulgruppe
22.11 17 Uhr Workshop: Um's Ganze- Einführung in die Kapitalismuskritik, Linksbüro, SDS
22.11 19 Uhr Vortrag: Rechte Internettrolle und Influencer, Ganze Bäckerei
23.und 24.11 Ausstellung: Frauen*streiks hier und anderswo (Einlass nur für FLTI*), Frauenstreikkomitee, Frauen*zentrum
27.11 19 Uhr Alle-bleiben-hier-Stammtisch, Café Tür an Tür, Augsburger Flüchtlingsrat
29.11 19 Uhr Bannermalen, Ganze Bäckerei, Alle sind herzlich eingeladen
30.11 18 Uhr Demo: Solidarische Stadt erkämpfen!, Start am Hauptbahnhof, Kommt alle und bringt Eure Freund*innen mit!
30.11 20 Uhr Abschlussparty Linke Einführungswochen, Provino, Kommt alle und bringt Eure Freund*innen mit!

Freitag

Vortrag "Rechte Rechte Internettrolle und Influcener*innen" am 22. November 19 Uhr

Beinah unbemerkt von der breiteren Öffentlichkeit ist in den sozialen Netzwerken eine eigene, sehr erfolgreiche Szene rechtsextremer Influencer*innen gewachsen. Sie nutzen den Algorithmus, kennen die Tricks und Kniffe, die ihnen und ihren Inhalten Reichweite verschaffen. Sie machen es wie jede*r andere, der*die Youtube-Star und Instagram-Influencer*in werden möchte: Nähe und Authentizität verbinden sie mit schönen Bildern und knackigen Geschichten. Nur eben mit radikaler politischer Agenda. Ihre Inhalte erreichen Millionen, weit über die eigene Kernklientel hinaus.

Kein Wunder, dass rechte Stiftungen und Vereine Youtuber*innen finanzieren oder erfolgreiche rechte Influencer Werbevideos für die AfD drehen. Anders als in den USA ist die rechte Influencer-Szeneverhältnismäßig stark institutionalisiert und organisatorisch gut eingebunden in ein Netzwerk aus Partei, anderen Medien und Geldgebern.

Die Affinität und der Erfolg der Rechten in sozialen Medien sollte uns aber nicht überraschen. Das Internet war immer schon ein Ort von Gegenkulturen - und damit auch für politische Bewegungen der extremen Rechten. Tatsächlich zählen Rechtsextreme schon zu den sehr frühen Nutzer*innen des Internets, sie betrieben eigene Messageboards und griffen Foren von z.B. jüdischen Seiten an.

Die Aktivitäten der Neuen Rechten sind strategische Mittel, um ihre Botschaft an sehr viele junge Menschen zu vermitteln. Sie sind aber auch Resultat des eigenen theoretischen Weltbildes, das Öffentlichkeit vor allem als Kampfplatz betrachtet.

Ein Vortrag zwischen glossy Selfies und der politischen Theorie Carl Schmidts: Anhand von Strategiepapieren und theoretischen Abhandlungen der extremen Rechten zeigt der Vortrag, warum und wie der "Infokrieg" über Hochglanzbilder auf Instagram und Selfie-Videos auf Youtube geplant wird.


Der Journalist und Referent Patrick Stegemann recherchiert seit längerem zu rechten Trollnetzwerken im Internet und hat an der online verfügbaren Dokumentation "Lösch Dich" mitgewirkt.

Beginn des Vortrags: 19 Uhr (ca. 90 Minuten mit anschließender Diskussion)
Eintritt frei, Spenden erwünscht

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung