Montag

8. März, Internationaler Frauenkampftag

Am 8ten März 2012 werden in Nürnberg/Erlangen/Fürth diverse Aktionen, Ausstellungen und eine Demonstration zum Frauenkampftag stattfinden, um den sexistischen Normalzustand anzugreifen!
Zudem sind neben dem 8ten März auch noch andere verschiedene Veranstaltungen geplant.


Frauenkampftag in Nürnberg

8.März, 14 Uhr:
Infotischen, Aktionen, Ausstellungen in der Nürnberger Innenstadt (Lorenzkirche)

8.März, 17. 30 Uhr:
Auftakt der Demonstration an der Lorenzkirche!

9. März:
Frauenparty „Anne will tanzen“ ab 21 Uhr in der Desi (Brückenstraße 23)
Infos zur Party findet ihr hier

Aktivitäten in Fürth

8.März, 13-16 Uhr:
Infostand zum internationalen Frauenkampftag in der Fürther Fußgängerzone mit anschließender gemeinsamer Fahrt zur Demo in Nürnberg

Frei­tag, 16. März, 20 Uhr:
In­fo­la­den Be­n­a­rio, Nürn­ber­ger Str. 82, Fürth
Vor­trag über se­xi­sti­schen Nor­mal­zu­stand und Ge­schich­te des Frau­en­kampf­tags

Aktivitäten in Erlangen

8.März, 15:30 Uhr:
Kundgebung am Hugenottenplatz mit anschließender gemeinsamer Fahrt zur Demo nach Nürnberg


Aufruf für die Demonstration: *zum weiterlesen auf weitere Informationen klicken*




1910 rief Clara Zetikn auf den zweiten Kongress der sozialistischen Internationalen dazu auf, jährlich einen internationalen Frauentag zu begehen. 
Die wichtigsten Themen der ersten Frauentage waren:
Der Kampf für ein Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Festsetzung von Mindestlöhnen, Mutter - und Kinderschutz und der Kampf gegen den imperialistischen Krieg.


8. März 2012: Mehr als 100 Jahre nach der Einführung des internationalen Frauenkampftages, können wir auf Erfolge und Erungenschafen zurückblicken: 
In vielen Ländern konnte das Frauenwahlrecht und eine rechtliche Gleichstellung erkämpft werden. 
Für viele Frauen ist es selbstverständlich geworden, einer Lohnarbeit nachzugehen. 
Auch das Frauenbild wandelt sich. 

''Wir sind doch gleichberechtigt'', sagen deshalb viele Frauen und sehen keinen Grund für ihre Rechte zu kämpfen.
Bei genauerer Betrachtung des gesellschaftlichen Realität, müssen wir jedoch leider feststellen, dass wir von einer Gleichstellung weit und von einem Leben ohne Unterdrückung und Ausbeutung noch weiter entfernt sind.

-> Nach wie vor tragen Frauen die Hauptlast der unbezahlten Arbeit im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.
Viele Frauen haben dafür gekämpft, dass auch sie einer Lohnarbeit nachgehen können, damit sie ökonomisch unabhängig von einem Partner leben können.
Frauen die einer Lohnarbeit nachgehen, sind aber trotzdem nicht frei. Vielmehr werden sie in einer modernisierten kapitalistischen Gesellschaft durch Lohnarbeit ausgebeutet und müssen außerdem oft zusätzlich noch die Hausarbeit erledigen - eine doppelte Ausbeutung.

-> In der Lohnarbeit verdienen Frauen in der BRD m Schnitt 23% weniger, als Männer. Der hundert Jahre alte Kampf um gleichen Lohn für gleiche Arbeit ist noch nicht gewonnen.

-> Der Anteil an Frauen und Migrantinnen in der prekären Arbeit ist weit überdurchschnittlich. In der BRD stellen sie 3/4 der geringfügig beschäftigten und 2/3 der Beschäftigten im Niedriglohn - Bereich.

-> Von Armut sind sowohl in der BRD als auch weltweit Frauen und Kinder besonders stark betroffen.

-> 80% der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, sind Frauen und Kinder.

-> Rassistische und sexistische Gesetze führen dazu, dass Flüchtlingsfrauen in der BRD immer wierer Opfer von Gewalt und Ausbeutung werden.
Sei es sexualisierte Gewalt durch das Personal in Flüchtlingsheimen, Gewalt in der Ehe, aus der eine Frau kaum fliehen kann, weil eine Trennung eine Abschiebung nach sich ziehen würde oder bei der Abschiebung selbst.

-> In Kriegen wird sexualisierte Gewalt gezielt als Strategie eingesetzt.

-> Frauen und Kinder werden in der Porno - Industrie, beim Sex - Tourismus oder im Frauenhandel zu Sex - Objekten gemacht und als Ware verkauft. An Orten, wo Truppen stationiert werden, boomt der Frauen -  und Mädchenhandel in der Regel besonders, wie beispielsweise in Folge der Stationierung von UN - Truppen in Kambodscha, Kroatien, Bosnien und dem Kosovo.

-> Jede dritte in Deutschland lebende Frau hat - entweder als Mädchen oder im erwachsenen Alter - sexualisierte Gewalt erlebt.

-> Lesbische und bisexuelle Frauen sowie transsexuelle Personen und Menschen , die sich keinem Geschlecht zuordnen können oder wollen, sind in der Gesellschaft und auch auf rechtlicher Ebene Dirkriminierungen ausgesetzt.

-> In Folge der Finanzkrise wird gespart und zwar vor allem im sozialen und kulturellen Bereich, besonders stark betroffen sind Frauen, Mädchen und MigrantInnen - Projekte.

Um die Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen und Gewalt gegen Frauen zu stoppen, müssen Veränderungen im gesellschaftlichen Denken, in den Machtverhältnissen und in der Organisation von Produktions - und Hausarbeit ausgestoßen werden. Beginnen wir sofort damit. 

Beteiligt euch an den Aktionen zum 8ten März!
Des sexistischen Normalzustand angreifen!
Gegen Ausbeutung und Unterdrückung!
Gegen Sexismus und Patriarchat!