Diesen Freitag den 22. September gibt es um 19:30 einen kurzfristigen, aber sehr spannenden Vortrag zum NSU-Prozess:
Zwischen 1999 bis 2011 beging der NSU drei
Bombenanschläge und zehn Morde, darunter neun an migrantischen
Kleinunternehmern, sowie zahlreiche Banküberfälle. Erst im Jahr 2011 enttarnte
sich die nationalsozialistische Terrorgruppe durch den Selbstmord von Böhnhart
und Mundlos selbst. Zwar war der NSU das Werk von militanten Neonazis, ohne die
Verwicklungen des Verfassungsschutzes, den Rassismus in Polizei und
Gesellschaft hätte es ihn jedoch nie in dieser Form gegeben.
Es gilt daher jene
Faktoren zu analysieren, die dazu geführt haben, dass der NSU seine
neonazistischen Terrorakte begehen konnte. Inwieweit bestehen die
gesellschaftlichen Verhältnisse, die den NSU möglich gemacht haben, auch nach
dessen Auffliegen fort?
Außerdem soll es dem Vortrag um offene Fragen, den
Prozess und die Aktionen am Tag der Urteilsverkündung gehen.
Los geht's um 19:30, Eintritt wie immer frei, Spenden
erwünscht.