Vorsicht:
Antifeminismus
getarnt als
Konservatismus
Die
CSU-Ortsgruppe Inningen lädt die Referentin Birgit Kelle ein, die
sonst keine Berührungsängste zu rechtskonservativen Kreisen der AfD hat.
Die CSU-Ortsgruppe Inningen lädt am 22. Januar wider
besseren Wissens die Referentin Birgit Kelle ein, um aus Ihrem neuen Buch „GenderGAGA“
zu lesen.
Gendermainstreaming
oder die Kritik daran, beschreibt die CSU-Inningen auf Ihrer Webseite mit
(Zitat) „aberwitzigen Ideologie von zweifelhaften Sinne und Nutzen“ und
spricht damit einem renommierten Forschungsgebiet der Soziologie sämtliche
Daseinsberechtigung ab. Anstatt in guter wissenschaftlicher Tradition die Disqualifikation
durch Fakten zu suchen und Pluralität an Meinung zu akzeptieren,
reiht sich der Ortsverband der CSU damit in anti-feministische Bewegung von
AfD und homo-phoben Bewegungen wie „Demo für Alle“ ein.
Die CSU
sucht mit einem vermeintlich konservativen Profil, die gefährliche Nähe von rückwärtsgewandter
und real längst überkommener starrer Geschlechterstereotypen, wie sie sonst
lautstark aus dem Umfeld neu-rechter Bewegungen und Parteien zu hören sind.
Zeigen Sie klar Kante gegen den rechtskonservativen Rollback, solidarisieren Sie sich mit Ihren Mitmenschen um sich antifeministischen Bestrebungen entgegen zu stellen, machen Sie der CSU klar, dass mit einem weiteren Rechtsruck das gesellschaftliche Klima verschärft und die CSU den Anspruch Volkspartei zu sein leichtfertig verspielt, wenn sie für 51% der Gesellschaft aus purer Verzweiflung und Ahnungslosigkeit nur Gesellschaftskonzepte von vor hundert Jahren anzubieten hat.
Zeigen Sie klar Kante gegen den rechtskonservativen Rollback, solidarisieren Sie sich mit Ihren Mitmenschen um sich antifeministischen Bestrebungen entgegen zu stellen, machen Sie der CSU klar, dass mit einem weiteren Rechtsruck das gesellschaftliche Klima verschärft und die CSU den Anspruch Volkspartei zu sein leichtfertig verspielt, wenn sie für 51% der Gesellschaft aus purer Verzweiflung und Ahnungslosigkeit nur Gesellschaftskonzepte von vor hundert Jahren anzubieten hat.
Außerdem ein paar Infos über Birgit Kelle:
„Nichts bringt die Gender Szene mehr in Aufruhr als das Angebot, Menschen dabei zu helfen, ihre
Homosexualität, also ihr Geschlecht, abzulegen, zu verändern, zu überdenken. Da werden aus Therapeuten
dann böse Homo-Heiler“ (Kelle bei „hart aber fair“)
Birgit Kelle ist eine antifeministische Autorin und Publizistin. Sie schreibt u.a. für rechtspopulistische und
verschwörungsideologische Publikationen wie die „Junge Freiheit“ oder den KOPP-Verlag. Sie ist zudem
Mitorganisatorin des homo- und transfeindlichen Bündnisses „Demo für alle“.
In ihrem ersten Buch „Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“ (2013) stellt
sie sich gegen die pauschale Darstellung von Männern als Täter und Frauen als Opfer. Zudem vertritt sie die
Ansicht, die #Metoo- und allgemein die Sexismusdebatte seien durch „hysterische“ Feminist*innen (1)
aufgebauscht, da Frauen sich bekanntlich „sexy“ kleiden, um eben Männern zu gefallen. Beschwerden und
Berichte über sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung dienten lediglich dazu, Frauen allgemein als
„Opfer der Männer“ zu stilisieren.
Kelle leugnet die strukturelle Ungleichbehandlung von Frauen und
unterstellt Feministinnen, ihr einziges Ziel sei es, Männer pauschal als Täter hinzustellen, da ihnen
unterstellt werde, dass jedes Kompliment gegenüber einer Frau von vorherein Sexismus und sexuelle
Belästigung sei.
Darauf folgte ihr nächstes Buch „Gender Gaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will.“
(2015), in dem sie hauptsächlich vertritt, dass die Berücksichtigung der Vielfalt der Geschlechter lächerlich
sei.
Darüber hinaus sei ihrer Ansicht nach nur die Vater-Mutter-Kind Familie „natürlich“ (2) und homosexuelle
Partnerschaften und Adoptionen durch diese eher abzulehnen.
Der wahre Sexismus dieser Zeit sei, dass Frauen eben nicht mehr nur das „Heimchen am Herd“ sein sollen,
sondern sich selbst aussuchen können, ob sie Mann, Kinder und Familie haben wollen. Kelle unterstellt dem
Feminismus allen Frauen vorschreiben zu wollen, dass sie ihre Kinder abgeben, und ihr Leben der
beruflichen Karriere widmen sollen.
Die Fakten:
Untersuchungen belegen, dass sexuelle Gewalt bis zu 99% von Männern verübt wird. Der Anteil von Frauen
als Täterinnen beträgt unter 1%.
Ein ähnliches Verhältnis ergibt sich bei sexueller Belästigung: In 97% der Fälle gehen die Belästigungen von
männlichen Personen und in nur 2% der Fälle von weiblichen Personen aus. (3)
Die Gewalt gegen Homo- und Transsexuelle Menschen ist in den vergangenen Jahren signifikant
angestiegen. (4)
Gerade durch Äußerungen, wie die Birgit Kelles in ihrem Buch „Gender GAGA“ und im öffentlichen Diskurs
wird Gewalt gegen Frauen und LGBTIQ*- Personen verharmlost und indirekt gefördert.
Für die Akzeptanz jeglicher sexueller Orientierung und Geschlechter!
Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung!
(1) welt.de/debatte/article170658556/Ich-bin-jetzt-auch-eine-islamfeindliche-Hetzerin-Danke.html (2) jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2015/birgit-kelle-gender-mainstreaming-will-an-unsere-kinder/ (3) frauenrechte.de/online/images/downloads/hgewalt/Sexuelle-Gewalt-in-Deutschland.pdf (4) sueddeutsche.de/leben/gewalt-zahl-der-homophoben-straftaten-steigt-deutlich-1.3274545
